GEMEINSAM UNTERWEGS ZUR GEMEINDEFUSION

Die Kirchengemeinderäte der Gedächtnis-Rosenberg- und der Waldkirchengemeinde haben im April beschlossen, mit dem Zusammenschluss beider Gemeinden einen Gang zulegen zu wollen. Zum einen sind sie schon eine ganze Weile unterwegs, und das mit guten Erfahrungen. Der gemeinsame Gemeindebrief und die Kooperation in vielen Bereichen hat auch unter Gemeindegliedern das Gefühl geweckt, alles gehe ganz selbstverständlich seinen Gang. Mittlerweile liegt schon eine ganze Chronologie vor, in der zahlreiche gemeinsame Aktivitäten und Absprachen festgehalten sind.Der zweite Grund für den schnelleren Gang hat technische Gründe: Durch die Umstellung der Haushaltspläne in der Kirchenverwaltung wäre der Zusammenschluss erst wieder 2024 möglich gewesen. Noch einmal drei Jahre warten! Das schien allen Beteiligten undenkbar.

 

Nun sind unter Corona-Bedingungen per Umlaufbeschluss im Mailverkehr zwei Beschlüsse gefallen.

Der erste: Die Fusion der beiden Gemeinden soll bereits zum 1. Januar 2021 vollzogen werden.

Der zweite: Die Fusion soll nach dem „Neubildungsmodell“ durchgeführt werden. Es wird also kein „Beitrittsgebiet“ geben, für das eine der beiden Gemeinden ihre Mitgliedschaft erklärt, sondern eine neue Gemeinde gebildet.

Beide Beschlüsse sind in beiden Gemeinden einstimmig gefasst worden. Der Antrag muss nun bis 30. Juni – also ein halbes Jahr vor Vollzug – an den Oberkirchenrat gestellt werden. Das ist eine Herausforderung, aber sie kann gemeistert werden. Die wichtigsten Fragen, die zu klären sind:

Welchem Pfarramt soll die Geschäftsführung der neuen Gemeinde zugeordnet werden?

Diese Frage ist wichtig, weil mit der Fusion eine neue und größere Körperschaft entsteht, die zugleich mit Kürzungen im Pfarrdienst leben muss. Die Aufgabenbereiche müssen neu überlegt werden.

 

Wie soll die neue Gemeinde heißen? Auch wenn die drei Kirchtürme ihren traditionellen Namen behalten werden, bedarf es hier einer neuen Ausrichtung, die allen Gemeindegliedern das Bewusstsein gibt: Wir gehören zusammen.

Die Gremien, Pfarrerinnen und Pfarrer der Gedächtnis-Rosenberg- und der Waldkirchengemeinde werden die Gemeinden weiterhin in allen wesentlichen Fragen auf dem Laufenden halten.

Zum Jahresende ist eine Informationsveranstaltung geplant, die einen Rückblick auf den zurückgelegten Weg bieten soll. Und dann – zum 1. Januar 2021 – kann es losgehen.

 

Eckhard Benz-Wenzlaff