Seniorenfreizeit „in den Weiten des Allgäus“

Im Gästehaus „AllgäuWeite“ mit wunderbarem Blick auf die Berge genossen 30 Seniorinnen und Senioren der Wald- und der Gedächtnis- und Rosenberggemeinde samt einigen Teilnehmerinnen anderer Gemeinden fröhliche gemeinsame Tage. Nicht nur der Blick zum Grünten (1738 Meter) oder zum Rottachsee war beeindruckend, sondern auch die Menschenschlange, die vom Berg über die Wiesen zog, samt vier Rollatoren, weil man es gemeinsam schaffen wollte, am Rottachsee zu sitzen. Einige konnten ihre Füße im Wasser baumeln lassen, andere genossen den Schatten der riesigen Uferweiden.

Auch war es ein Erlebnis, als sieben Taxis vorfuhren und fast die ganze Gruppe nach Kempten transportierten, um etwas über die älteste Stadt Deutschlands zu erfahren.

Für die tägliche Fitness sorgte Gertrud Runck mit gut ausgewählten Übungen, der Tagesimpuls kam meistens von Pfarrer Eckhard Benz-Wenzlaff, und mit Pfarrerin Barbara Wenzlaff wurde „gearbeitet“ – nicht hart, aber dafür im Gespräch und sehr intensiv. Erinnerungen durften hochkommen und so manche Erfahrung wurde in der persönlichen „Schatztruhe des Lebens“ eingesammelt. Das ist gar nicht so leicht, besonders bei einer Generation, die es nicht gewohnt ist, zu benennen, was sie als „normal“ erlebt hat. „Als Kind habe ich mir nur gewünscht, eine Nacht in meinem Bett durchschlafen zu können, ohne dass ich in den Bunker rennen musste. Aber das war ja normal für uns alle.“ Normal wäre doch eher eine Kindheit gewesen, die von solchen Erlebnissen unbelastet geblieben wäre.

Beeindruckend, welche Erfahrungen in den Lebensläufen unserer Gemeindemitglieder stecken! Gespräche entstanden, Verständnis und Wertschätzung folgten, und die Schatztruhen füllten sich mit Symbolen für das Erlebte.

Einige freuen sich schon auf die nächste Freizeit, sie findet im Schwarzwald statt: 31. August bis 6. September 2019.