Andacht zum Sonntag Lätare - Freue dich!

 

4. Sonntag in der Passionszeit - 22. März 2020

 

Wir laden Sie ein, eine kleine Liturgie zu lesen und zu sprechen.
So sind wir verbunden im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

 

Wochenspruch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. (Joh 12,24)

 

Psalm 84

Wohl denen, die in deinem Hause wohnen

Wie lieb sind mir deine Wohnungen, Herr Zebaoth!

Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des Herrn;

mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott.

Der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen -

deine Altäre, Herr Zebaoth, mein König und mein Gott.

Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar.

Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von Herzen dir nachwandeln!

Wenn sie durchs dürre Tal ziehen, wird es ihnen zum Quellgrund, und Frühregen hüllt es in Segen.

Sie gehen von einer Kraft zur andern und schauen den wahren Gott in Zion.

Herr, Gott Zebaoth, höre mein Gebet; vernimm es, Gott Jakobs!

Gott, unser Schild, schaue doch; sieh doch an das Antlitz deines Gesalbten!

Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend.

Ich will lieber die Tür hüten in meines Gottes Hause

als wohnen in der Gottlosen Hütten.

Denn Gott der Herr ist Sonne und Schild; der Herr gibt Gnade und Ehre.

Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.

Herr Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich verlässt!

 

Lesung: Johannes 12,20–26

 

Die Ankündigung der Verherrlichung

20 Es waren aber etliche Griechen unter denen, die hinaufgekommen waren, dass sie anbeten auf dem Fest. 21 Die traten zu Philippus, der von Bethsaida aus Galiläa war, baten ihn und sprachen: HERR, wir wollten Jesum gerne sehen. 22 Philippus kommt und sagt es Andreas, und Philippus und Andreas sagten's weiter Jesus. 23 Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Zeit ist gekommen, dass des Menschen Sohn verklärt werde. 24 Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Es sei denn, dass das Weizenkorn in die Erde falle und ersterbe, so bleibt's allein; wo es aber erstirbt, so bringt es viele Früchte. 25 Wer sein Leben liebhat, der wird's verlieren; und wer sein Leben auf dieser Welt hasst, der wird's erhalten zum ewigen Leben. 26 Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren.  

 

Wochenlied: Korn, das in die Erde versinkt EG 98

 

Gebet

Ich lade Sie ein, mit mir zu beten.
Ich will Worte finden und sie Gott anvertrauen.

Barmherziger Gott,
diese Tage sind außergewöhnlich,
unser Leben hat sich verändert.
Unsere Beziehungen sind in Frage gestellt und herausgefordert,
unsere Abläufe sind gestört.
Vieles müssen wir ganz neu lernen und auf Gewohntes verzichten.
Sei bei uns und begleite uns in diesen Umbrüchen.
Schenke uns Kraft und Hoffnung und begleite uns.
Bewahre uns vor Neid und Habgier.
Gib uns die Möglichkeit, da zu helfen, wo es nötig ist.
Und sei besonders bei den Familien, die durch die Krankheit betroffen sind.
Hilf uns, einander neu in den Blick zu nehmen.
Du stiftest Gemeinschaft, mit Dir sind wir verbunden,
dafür danken wir Dir. Amen

 

Segen
Der Herr segne Dich und behüte dich,
der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir
und sei dir gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich
und gebe dir Frieden.

Amen

 

Pfarrerin Barbara Wenzlaff