Sonntag, 21.10.2018 | 18 Uhr | Rosenbergkirche

Herbstserenade

Werke von Kalliwoda, Clarke, Mendelssohn und Schubert

Hayoon Yoon, Viola;

Franziska Stadler, Klavier

 

In einem Konzertprogramm von Viola und Bratsche gehört die Arpeggione von Franz Schubert sicher zu den Höhepunkten für diese Besetzung. Doch wurde dieses Werk ursprünglich für ein neues "Zwitterinstrument", eine "Bogen-Gitarre", geschaffen, die der Klangfarbe der Viola sehr nahe ist und deshalb für diese umgeschrieben wurde. Den gefühlvollen Ton der Bratsche entdeckte der junge Mendelssohn mit 15 Jahren für seine Sonate in c-Moll für Viola und Klavier. Diese Besetzung war zur damaligen Zeit so unüblich, dass das Werk zu seinen Lebzeiten gar nicht aufgeführt wurde, sondern erst 1966 zum ersten Mal öffentlich gespielt wurde. Dagegen kamen die melancholischen Klänge der Bratsche der Welt der Romantik sehr entgegen, wie in den ausgewählten Nocturnes ( "Nachtstücke") von Kalliwoda zu hören ist. Der griechische Gott Morpheus, der Herr über Nacht und Träume, inspirierte die englische Komponistin Rebecca Clarke zu ihrem Werk mit impressionistischen Klängen. Auch hier erfüllt die Viola die geheimnisvollen Stimmungen der Nacht.