Jontef - Das Klezmerkonzert

Was werd sajn - das Beste aus 30 Jahren

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Sonntag, 20. Oktober | 18 Uhr | Rosenbergkirche

 

Hans Joachim Günther (Klarinette u. Akkordeon)

Michael Chaim Langer (Gesang u. Schauspiel)

Wolfram Ströle (Violine u. Gitarre)

Peter Falk (Kontrabass)

 

„Jontef“ ist ein Quartett aus Tübingen, das nicht nur auf eine fabelhaft unspektakuläre und natürliche Art jiddische Klezmermusik interpretiert, sondern auch mit hinreißend erzählten Geschichten ein ganz eigenes Lebensgefühl vermittelt. Zum Jubiläum eine Frage nach der Zukunft: Wos wet sajn? Was sein wird, wenn der Messias denn käme, malen sich einfache Chassidim (fromme, zugleich für ihre Lebenslust und Liebe zur Musik bekannte osteuropäische Juden) aus: „Es wird eine herrliche Welt sein... auf den Bäumen werden saftige Früchte wachsen...die Blätter werden türkischer Tabak sein...und wir, die Chassidim, werden sie rauchen dürfen...“ Jontef ist den besten Klezmer-Gruppen instrumentaltechnisch ebenbürtig, übertrifft sie aber durch den Abwechslungsreichtum im  Repertoire. Arrangeur Joachim Günther schreibt raffinierte Instrumentalsätze: Da geht der Kontrabass parallel mit der Klarinette,wird passend zum Lied die Violine mit der Gitarre ausgetauscht, werden waghalsig, aber gelungen Blues-Harmonien und KlezmerMelodik kombiniert. Einmal lässt Jontef sogar hören, wie Klezmer im frühen 19. Jh. in einem weit abgelegenen Schtetl  mag geklungen haben, wenn wenig versierte Musikanten aufspielten, der Bass sich auf simple Begleitfiguren beschränkte und die Klarinette ihre Skalen in etwas gemächlicherem Tempo absolvierte. Unerschöpflich scheint der Vorrat an jiddischen Liedern, Anekdoten und Witzen zu sein. Es wird ein Konzert der besonderen Art sein.

 

Eintritt frei! Um eine Spende wird gebeten