Kantatengottesdienst

Sonntag, 1. November | 9.30 Uhr, Gedächtniskirche  und 11 Uhr, Waldkirche

Besonders schwer betroffen von den ausgefallenen Gottesdienstmusiken und Konzerten sind sämtliche freischaffenden Musiker, die von den Zuwendungen, sofern sie an laufende Betriebskosten geknüpft waren, nicht profitieren konnten, die aber z.T. komplette Verdienstausfälle zu beklagen haben. Da Chöre noch nicht wieder in voller Besetzung auftreten können, sind somit alle Vokalsolisten und Instrumentalisten, die ihren Lebensunterhalt über die Engagements in oratorischen Konzerten verdienen, noch auf lange Zeit ohne wirkliche Perspektive.

Wir freuen uns daher umso mehr, dass wir mit den Musikern, die uns im Barockorchester an der Gedächtniskirche mit Christel Meckelein als Primaria über Jahre hinweg verbunden sind, einen Kantatengottesdienst für den Sonntag, 1. November ins Auge fassen dürfen. Für die Musiker höchstens ein Tropfen auf den heißen Stein, für unsere Gemüter eine wohltuende Aussicht.

 

 „Nun vergnüget sich mein Herz“, so heißt es auch in der Kantate „Liebster Jesu, mein Verlangen“ (BWV 32) von Johann Sebastian Bach, die einen Tag nach dem Reformationsfest im Gottesdienst um 9.30 Uhr in der Gedächtniskirche und dann noch einmal um 11 Uhr im Gottesdienst der Waldkirche erklingen soll.

In Anlehnung an Psalm 84 entspinnt sich in der Komposition ein Dialog zwischen der suchenden Seele und der göttlichen Stimme, die spricht: „Hier, in meines Vaters Stätte, findt mich ein betrübter Geist.“ Und, durchaus auch für Pandemie-Zeiten passend, antwortet die Seele zuversichtlich: „So will ich mir denn hier bei dir beständig Trost und Hilfe suchen.“

Mitwirkende:

Mi-Yeon Bischoff-Baek, Sopran | Thomas Scharr, Bass | Barockorchester an der Gedächtniskirche, Primaria: Christel Meckelein

Leitung: Alexander Burda.