Pfarrplan 2024 – Was gibt es Neues zu berichten?

Vor einiger Zeit wurde an dieser Stelle über den kommenden Pfarrplan berichtet. Bis zum Jahr 2024 wird es in unserem Dekanat zu Einsparungen bei Pfarrstellen kommen. Die Gründe, nur kurz angerissen, sind viele unbesetzte Pfarrstellen in der Landeskirche, bei zu wenig Pfarrerinnen und Pfarrern, Rückgang der Gemeindegliederzahlen, Finanzenhaushalt der Landeskirche.

Auch unsere Gemeinde wird von den Kürzungen nicht ausgenommen. Die Pfarrstelle des Dekanats soll zukünftig an die Hospitalkirchengemeinde angegliedert werden, dadurch verlieren wir einen Pfarrstellenanteil von 50%.

Die Kürzungen treffen auch die Waldkirchengemeinde. Die Pfarrstelle dort wird auf 50% reduziert.

Um diese Kürzungen aufzufangen und damit das Gemeindeleben in beiden Kirchengemeinden lebendig und vielfältig bleibt, hat der Kirchengemeinderat (KGR) den Entschluss gefasst, gemeinsam mit der Waldkirchengemeinde und der Nordgemeinde zu überlegen, wie wir mit diesen Kürzungen umgehen wollen, damit das Gemeindeleben in beiden Gemeinden lebendig bleiben kann.

Wir wollen Sie, liebe Gemeindeglieder, nun darüber informieren, was in der Zwischenzeit geschehen ist!

Folgendes ist in den vergangenen 4 Monaten passiert:

Nach reiflichen Überlegungen im KGR wurde beschlossen, dass wir zukünftig enger mit der Waldkirchengemeinde zusammenarbeiten wollen. Mit ihr verbinden uns etwa der Kanzeltausch und persönliche Kontakte vieler Gemeindeglieder.

Mehrere gemeinsame KGR-Sitzungen haben bereits stattgefunden, denn die Zeit drängte, da wir bis 26. Juli eine Rückmeldung an den Pfarrplan-Sonderausschuss geben mussten, wie wir diese zukünftigen Kürzungen umsetzen wollen.

Am 25. Juli haben wir eine „Gemeinsame Stellungnahme“ verabschiedet, die dem Pfarrplansonderausschuss zugesandt wurde.

Folgende Punkte enthält unsere gemeinsame „Stellungnahme“:

1.      Beide Kirchengemeinden sind bereit eine gemeinsame Zukunft anzustreben und enger miteinander zu kooperieren, um den Verlust von insgesamt 100% an Pfarrstellenanteilen zu kompensieren.

2.      Wir bedauern es sehr, dass die Dekanatspfarrstelle verlegt werden soll.

3.      Beide Gemeinden werden bereits das Jahr 2030 in den Blick nehmen, dem Jahr der vorläufig letzten Pfarrplanrunde.

Wenn zwei Gemeinden zusammenwachsen wollen, bedeutet das für unsere KGR-Gremien, dass wir uns erst einmal besser und näher kennenlernen müssen. Was macht die einzelne Kirchengemeinde aus? An welchen Stellen können wir zukünftig gemeinsam zusammenarbeiten? Was kann eine Gemeinde übernehmen?                                                                           Aufgrund dieser offenen Phase der Überlegungen werden auch die kommenden gemeinsamen KGR-Sitzungen nichtöffentlich sein. Doch sobald es uns möglich ist, werden wir auch die Öffentlichkeit dazu einladen.

Parallel gibt es sehr gute Kontakte zur Nordgemeinde mit ihren 3 Kirchengemeinden.  Auch hier finden regelmäßige Gespräche statt. Denn in Blick auf die übernächste Pfarrplanrunde 2030 ist es sehr wichtig, gemeinsamen guten Kontakt zu pflegen, um in der nächsten Zukunft enger zusammenarbeiten zu können.

Uns allen, den Mitgliedern der Kirchengemeinderäten und den Pfarrerinnen und Pfarrern, ist es sehr wichtig, dass wir unsere gute Gemeindearbeit erhalten und unseren Gemeindegliedern eine kirchliche Beheimatung bleiben.

Ich danke allen Mitgliedern unseren KGRs für Ihren Einsatz und die Bereitschaft des Mittuns in dieser wichtigen Phase!                                                                                                                

Gerne geben wir Ihnen Auskunft über den Stand des Prozesses.

Pfarrerin Heidi Essig